Jede Geschichte basiert auf echter lokaler Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Ein Kind entdeckt Rilkes Geist, der bei Kerzenlicht im Garten des Chateau de Muzot Rosen pflegt. Jede Rose flüstert eine Zeile Pösie auf Deutsch und Französisch, und die Blütenblätter treiben im Wind davon. Das Kind muss die verstreuten Blätter sammeln und das verlorene letzte Sonett zusammensetzen, bevor die Morgendämmerung über den Walliser Bergen anbricht und der Geist des Dichters mit der Dunkelheit verblasst.
Die goldene Sonne aus Sierres Wappen erwacht an einem Mittsommertag zum Leben und weigert sich unterzugehen, die Weinberge in endloses Licht tauchend. Ein Kind muss über die weinbewachsenen Hügel wandern, jede Burgruine auf ihrem uralten Hügel besuchen, um die Sonne davon zu überzeugen, dass die Trauben kühle Dunkelheit zum Reifen brauchen, die Fledermäuse die Nacht zum Fliegen, und selbst die sonnigste Stadt der Schweiz ihre Sterne verdient.
Ein Kind folgt einem einzelnen Wassertropfen entlang der Bisse de Clavau und trifft die mittelalterlichen Erbauer -- die Geteilschaftsmitglieder --, die diesen Kanal 1453 mit nichts als Pickel und Seil in die Felswand schlugen. An jedem gefährlichen Überhang und jeder Steinmauer lernt es die Namen der Familien kennen, die die Suone bauten und unterhielten, und entdeckt, dass Wasser nicht nur bergab fliesst -- mit genug Mut und Gemeinschaft kann es Berge erklimmen.
Am Raspille-Bach entdeckt ein Kind, dass es plötzlich sowohl Französisch als auch Deutsch sprechen kann. Doch eine dringende Botschaft muss durch den Pfynwald überbracht werden -- einst gefürchtet wegen seiner Räuber -- zum deutschsprachigen Dorf auf der anderen Seite. Mutig durchquert das Kind den uralten Wald, wo zwei Sprachen und zwei Welten aufeinandertreffen, und lernt, dass eine Grenze zwischen Sprachen keine Mauer sein muss, sondern eine Brücke.
Ein Kind besucht die Bernhardinerinnen im Kloster Gerunden und hilft bei der Weinlese in ihrem uralten Weinberg über dem See. Beim Pflücken offenbart jede Rebenreihe eine andere Epoche der acht Jahrhunderte des Klosters -- Augustiner-Chorherren, die im Morgengrauen singen, schweigsame Kartäuser-Mönche, Karmeliter, die Gärten pflegen, und schliesslich die Schwestern selbst, die den Hügel durch Gebet und Wein lebendig halten.
Ein Kind steigt in die Standseilbahn Sierre-Montana, doch statt in Crans-Montana zu halten, fährt die Kabine weiter hinauf in die Wolken. Durch das Jahr 1911 reisend -- als Maultiere die Reisenden den Berg hinauftrugen -- und auf dem verschneiten Hochplateau ankommend, wo gerade ein grosses Skigebiet entsteht, entdeckt das Kind, wie eine einzige Seilbahn eine Bergweide in einen der berühmtesten Alpenspielplätze der Schweiz verwandelte.
Ein Kind entdeckt, dass unter dem Gras und den Reben jeder der hundert Hügel Sierres eine schlafende Burg birgt. Um die vergessene Geschichte der Stadt zu wecken, muss es jeden Hügel vor Sonnenuntergang besteigen und auf jedem Hügel, den der uralte Felssturz hinterliess, eine verborgene Geschichte finden -- von den römischen Siedlern, die die Hügel erstmals benannten, über die mittelalterlichen Herren, die darauf bauten, bis zu den Winzern, die sie heute pflegen.
Ein Kind findet ein unvollendetes Manuskript hinter alter Tapete im Museum der Fondation Rilke. Es tritt in die Seiten hinein und betritt das Chateau de Muzot im Februar 1922, wo Rilke fieberhaft bei Kerzenlicht schreibt und versucht, zehn Jahre unvollendeter Elegien in nur zwanzig Tagen abzuschliessen. Das Kind muss dem Dichter helfen, die letzten Worte zu finden, bevor die Inspiration erlischt wie eine Kerze im Alpenwind.
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