Martigny
Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Martigny spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.
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Ein fantastisches Abenteuer, ein Geburtstagsgeschenk, Mut beim Zahnarzt, Freundschaft im ersten Schuljahr — oder eines von über 170 Themen aus unserer Bibliothek. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle dein Thema im Assistenten, wir lassen die Geschichte in Martigny spielen.
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Unten findest du die historischen Geschichten von Martigny — von alten Sagen bis zu berühmten Ereignissen. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle eine als Vorlage, dein Kind übernimmt darin eine Rolle.
Historische Geschichten aus Martigny
Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Martigny — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle
Die Legion, die nicht zurückwich
Winter 57 v. Chr.: Ein junger römischer Soldat in Galbas Zwölfter Legion überlebt die Schlacht von Octodurus und freundet sich mit einem Verager-Kind an, das ihm zeigt, dass die Berge allen gehören. Eine Geschichte über unerwartete Freundschaft jenseits der Frontlinien.
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Im Winter 57/56 v. Chr. sandte Julius Cäsar den Legaten Servius Galba mit der Zwölften Legion nach Octodurus (dem heutigen Martigny), um den Grossen St. Bernhard für römische Händler zu sichern. Die Veragrer und Seduner griffen mit angeblich 30'000 Kriegern an. Nach sechs Stunden verzweifelter Verteidigung drängte Zenturio Publius Sextius Baculus zum Ausfall aus allen Toren — das Wagnis gelang. Trotzdem zog Galba ab, da die Vorräte fehlten.
Barry der Mutige
Der legendäre Rettungshund Barry spürt ein Kind, das in einem Schneesturm auf dem Grossen St. Bernhard verloren ist. Aus der Sicht des Hundes erzählt, wie er durch den Schnee gräbt und sich auf das Kind legt, um es zu wärmen — eine Geschichte über aussergewöhnlichen Mut und die Verbindung zwischen Mensch und Hund.
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Hunde wurden zwischen 1660 und 1670 als Wachhunde ins Hospiz auf dem Grossen St. Bernhard gebracht. Im 18. Jahrhundert begannen die Mönche, sie für Bergrettung auszubilden. Über fast 200 Jahre halfen die Hunde, geschätzte 2'000 Menschen zu retten. Der berühmteste war Barry der Menschenretter (1800-1812), dem über 40 Rettungen zugeschrieben werden. Barry starb 1814 in Bern; sein Körper ist im Naturhistorischen Museum Bern ausgestellt. Die Fondation Barry wurde 2005 in Martigny gegründet.
Der Tempel unter dem Haus
Ein Kind im Martigny von 1976 beobachtet, wie Bauarbeiter unter einer Baustelle antike römische Mauern entdecken. Der Geist eines römischen Mithra-Priesters führt es durch das unterirdische Heiligtum bei Fackelschein und enthüllt eine Welt geheimer Rituale, die seit zweitausend Jahren unter der Stadt verborgen lag.
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1976 begann der Ingenieur Léonard Gianadda in Martigny einen Wohnungsbau, als Arbeiter einen gallo-römischen Tempel aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. freilegten. Im selben Jahr starb sein Bruder Pierre bei einem Flugzeugunfall. Statt den Tempel zu zerstören, baute Léonard ein Kulturzentrum darüber — die Fondation Pierre Gianadda, eröffnet 1978. 1993 wurde auch ein Mithräum entdeckt — das einzige öffentlich zugängliche der Schweiz. Über 10 Millionen Besucher haben die Ausstellungen gesehen.
Napoleons Maultier
Die wahre Geschichte von Napoleons Alpenüberquerung, erzählt aus der Sicht des robusten Maultiers, das ihn tatsächlich trug — nicht der sich aufbäumende Hengst im Gemälde. Das Maultier beschwert sich über den Schnee, die 40'000 Soldaten, die allen Käse aufessen, und die Schmach, vom Maler durch ein dramatischeres Pferd ersetzt worden zu sein.
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Im Mai 1800 wählte Napoleon den Grossen St. Bernhard als Route für seine rund 40'000 Mann starke Armee. Sein Hauptquartier war vom 17. bis 20. Mai in Martigny. Etwa 6'000 Soldaten pro Tag überquerten den Pass im Gänsemarsch. Am Gipfel verteilten die Mönche jedem Soldaten zwei Gläser Wein und Roggenbrot mit Käse. Napoleon erreichte den Gipfel am 20. Mai — allerdings auf einem Maultier, nicht auf einem sich aufbäumenden Hengst wie in David's berühmtem Gemälde.
Die Königin der Königinnen
Ein junges Walliser Mädchen zieht ein temperamentvolles Eringer Kalb auf, und gemeinsam trainieren sie für den Combat de Reines im antiken römischen Amphitheater. Wo vor zweitausend Jahren Gladiatoren kämpften, treten das Kind und seine Kuh in die Arena — und lernen, dass wahres Königtum nicht im Siegen liegt, sondern in der Verbindung zwischen Mädchen und Tier.
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Die Combat de Reines (Kuhkämpfe) finden im römischen Amphitheater von Martigny statt, das Anfang des 2. Jahrhunderts unter Kaiser Trajan erbaut wurde und 5'000 bis 6'000 Zuschauer fasste. Eringer Kühe — eine kleine, kampflustige Walliser Rasse — stossen natürlicherweise Horn gegen Horn, um die Rangordnung zu bestimmen. Die Siegerin erhält den Titel La Reine des Reines und eine Glocke. Die Kämpfe finden während der Foire du Valais statt.
Die Burg zwischen zwei Herren
Ein Kind, das im 13. Jahrhundert im Schatten der Tour de la Bâtiaz lebt, erlebt, wie die Burg zwischen Savoyen und dem Bischof von Sitten den Besitzer wechselt, und lernt, dass wahre Treue dem Land gehört, nicht den Herren.
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Die Tour de la Bâtiaz, zwischen 1260 und 1268 von Pierre II. von Savoyen erbaut, steht auf einem Felsvorsprung über Martigny. Jahrhundertelang stritten das Haus Savoyen und die Bischöfe von Sitten um die Burg. 1475 eroberten die Sieben Zenden des Oberwallis das Unterwallis von Savoyen. 1518 wurde die Burg im Bürgerkrieg belagert und verbrannt — seither ist sie Ruine. Eine Restaurierung von 1980 machte sie öffentlich zugänglich.
Die Kunst und die Ruinen
Ein Kind entdeckt bei einem Besuch der Fondation Pierre Gianadda, dass die Gemälde nachts lebendig werden und der römische Tempel unter dem Museum ein Portal zum Forum Claudii Vallensium öffnet. Ein junger Römer führt es durch die antike Hauptstadt des Wallis.
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Die Fondation Pierre Gianadda wurde über einem 1976 entdeckten gallo-römischen Tempel erbaut und 1978 im Gedenken an Léonards Bruder Pierre eröffnet. Sie beherbergt das Musée gallo-romain, ein Automobilmuseum mit 50 Oldtimern (1897-1939), einen Skulpturenpark und wechselnde Weltklasse-Ausstellungen mit Werken von Van Gogh, Picasso, Rodin, Giacometti und Chagall. Über 10 Millionen Besucher kamen. Léonard Gianadda erhielt 2019 den European Heritage Award.
Der Bischof, der umzog
Im Jahr 580 n. Chr. muss der junge Bischof Héliodore nach einer weiteren verheerenden Überschwemmung seine Gemeinde überzeugen, Octodurus aufzugeben und ihm flussaufwärts nach Sitten zu folgen. Mit den Reliquien des heiligen Théodore auf einer gefahrvollen Reise durch das Tal lernen der Bischof und ein Kind, dass manchmal nur der Aufbruch rettet, was am wichtigsten ist.
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Im 4. Jahrhundert wurde in Octodurus ein Bischofssitz eingerichtet — der älteste auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Der erste Bischof war Theodorus, der 381 die Akten des Konzils von Aquileia unterzeichnete. 580 verlegte Bischof Héliodore den Sitz von Octodurus nach Sitten, weg vom hochwassergefährdeten Zusammenfluss von Dranse und Rhone. Die Diözese Sitten führt ihre Geschichte auf Martigny zurück.
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