Jede Geschichte basiert auf echter lokaler Geschichte und Sehenswürdigkeiten
Ein Kind überquert die riesige gedeckte Holzbrücke und fragt sich, warum sie so absurd gross ist für ein so winziges Bächlein. Die Brücke selbst beginnt zu sprechen und erzählt, wie einst die mächtige Aare unter ihr brauste, wie Tausende Arbeiter von Hand einen Kanal durch einen 34 Meter tiefen Hügel gruben und wie eines Tages 1878 das Wasser einfach zum Bielersee abfloss und die Brücke über einem Rinnsal zurückliess.
Im Jahr 1339 trifft ein Heer ein, um Aarberg zu belagern, doch die Stadt liegt auf einer Insel zwischen zwei Armen der Aare. Ein Kind auf der Insel hilft den Bewohnern, ihre Brücken zu verteidigen, und sieht zu, wie Soldaten vergeblich versuchen, das reissende Wasser zu überqueren. In drei Belagerungen 1339, 1382 und 1386 erweist sich der Fluss selbst als Aarbergs grösste Mauer -- eine Festung, die kein Heer überwinden konnte.
Ein Kind folgt einem geheimnisvollen süssen Duft, der übers Seeland weht, und entdeckt die Zuckerfabrik, wo Berge von Zuckerrüben in weisse Kristalle verwandelt werden. Drinnen flüstert die Fabrik ihre eigene stürmische Geschichte: eine erste Fabrik, die bankrott ging, ein verheerender Brand 1912, der alles in Asche legte, und die hartnäckigen Menschen, die alles wieder aufbauten, um Schweizer Zucker herzustellen.
Graf Peter von Aarberg hat kein Geld mehr. 1358 stellt er seine ganze Stadt zum Verkauf -- Schloss, Brücke, Markt und alles. Zwanzig lange Jahre will niemand kaufen. Ein Kind hilft dem verzweifelten Grafen bei der Suche nach einem Käufer, und als die Stadt Bern schliesslich zusagt, begreift das Kind, dass manchmal das Loslassen das Mutigste ist, was ein Herrscher tun kann.
1875 treffen Tausende Arbeiter in Aarberg ein, ausgerüstet mit nichts als Schaufeln und Schubkarren. Sie müssen einen Kanal durch einen 34 Meter tiefen Hügel graben -- eine Million Kubikmeter Erde, alles von Hand. Ein Kind freundet sich mit einem erschöpften Arbeiter an und beobachtet, wie Woche für Woche das unmöglich scheinende Projekt Gestalt annimmt, bis zu dem unvergesslichen Tag, an dem die Aare erstmals in den Bielersee fliesst.
Es ist 1478, und der Jahrmarkt von Aarberg ist das grösste Ereignis im Seeland. Salzhändler aus dem Westen, Eisenhändler aus dem Norden, Tuchverkäufer aus Bern -- sie alle überqueren die gedeckte Brücke, um den grossen Stadtplatz auf der Insel zu erreichen. Ein Kind, das Botengänge für den Wirt der Krone erledigt, entdeckt, dass jeder Gegenstand auf dem Markt die Geschichte einer anderen Ecke der Schweiz erzählt.
Ein Kind, das 1860 im Seeland lebt, kennt nur Schlamm, Mücken und Überschwemmungen. Dann kommen die Ingenieure mit ihren grossen Plänen, die Sümpfe zu entwassern und Kanäle zu graben. Jahrzehnte später kehrt dasselbe Kind -- nun ein Grosselternteil -- zurück und findet das einst gefürchtete Sumpfland bedeckt mit Karotten, Kohl und weissem Spargel: der Gemuseegarten der Schweiz, geboren aus einem Sumpf.
Auf einem Spaziergang entlang des Alte-Aare-Naturpfads entdeckt ein Kind, dass dieses ruhige, verwachsene Gewässer einst der Hauptlauf eines mäechtigen Flusses war. Reiher, Eisvögel und Frösche leben nun dort, wo einst Boote und Lastkähne fuhren. Der alte Fluss flüstert seine Erinnerungen: an verheerende Überschwemmungen, an die geschäftige Inselstadt und an den schicksalhaften Tag 1878, als das Wasser durch einen Berg geschickt wurde und diese geheime grüne Welt hinterliess.
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