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Bern

Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Bern spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.

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Historische Geschichten aus Bern

Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Bern — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle

Der Bär, der Bern gründete

Die Gründungslegende Berns, erzählt aus der Sicht des Bärenjungen. Ein junger Bär freundet sich mit Herzog Berchtold V. im Wald an und zeigt ihm die perfekte Halbinsel, wo die Aare sich biegt -- den Ort, der eine der schönsten mittelalterlichen Städte Europas werden und für immer den Namen des Bären tragen wird.

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1191 gründete Herzog Berchtold V. von Zähringen die Stadt Bern. Der Gründungslegende nach sollte die Stadt nach dem ersten Tier benannt werden, das bei einer Jagd im umliegenden Wald erlegt würde -- es war ein Bär. Die wahrscheinlichere Herkunft ist das keltische Wort 'berna' für Spalte oder Schlucht. Bern liegt auf einer Halbinsel, die die Aare durch eine scharfe Biegung bildet -- eine natürliche Festung, von drei Seiten von Wasser umgeben.

Zeitreise mit dem Zytglogge

Als Hans von Thann versehentlich 13 schlägt, öffnet sich ein Zeitportal im Zytglogge-Turm. Ein Kind tritt hindurch und besucht drei Epochen der Berner Geschichte: 1530 (beim Uhrmacher Kaspar Brunner), 1405 (Flucht vor dem grossen Brand) und 1200 (das Stadttor wird gebaut). Es muss zurück, bevor der 13. Schlag verklingt.

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Der Zytglogge wurde um 1200 als westliches Stadttor erbaut. 1530 vollendete der Schlosser Kaspar Brunner ein astronomisches Uhrwerk für 1000 Gulden -- eine der ältesten funktionierenden mechanischen Uhren der Schweiz. Sie zeigt Stunden, Minuten, Wochentag, Datum, Monat, Tierkreiszeichen, Mondphasen, Sonnenauf- und -untergang. Steuendlich spielen Figuren: Der goldene Hahn kräht dreimal, Chronos ('Hans von Thann') dreht eine Sanduhr, und tanzende Bären in Berns Rot und Schwarz kamen 1610 hinzu.

Einstein und das Licht, das nicht warten wollte

Ein Kind entdeckt Einsteins vergessenes Notizbuch in der Wohnung an der Kramgasse 49 und reitet auf einem Lichtstrahl an erstarrten Berner Wahrzeichen vorbei -- Zytglogge, Münster, Aare. Während das Licht vom Uhrenturm wegrast, krümmt sich die Zeit, und das Kind versteht, warum die Notizen eines Patentbeamten das Universum veränderten.

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Einstein zog 1902 nach Bern, um am Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum als 'Technischer Experte, Dritte Klasse' zu arbeiten. Er und seine Frau Mileva Maric mieteten 1903 eine Wohnung an der Kramgasse 49, mit direktem Blick auf den Zytglogge. Zwischen März und September 1905 veröffentlichte er fünf bahnbrechende Arbeiten -- zum photölektrischen Effekt (Nobelpreis 1921), zur Brownschen Bewegung und zur speziellen Relativitätstheorie (E=mc2) -- alle in seiner Freizeit geschrieben.

Die tanzenden Bären des Uhrturms

Einer der mechanischen tanzenden Bären am Zytglogge klemmt und kann nicht am stündlichen Tanz teilnehmen. Ein Kind muss ins Innere des alten Uhrwerks klettern, um die klemmenden Zahnräder zu reparieren -- und entdeckt dabei Kaspar Brunners Meisterwerk von 1530 von innen -- damit alle Bären wieder gemeinsam tanzen können.

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Die tanzenden Bären des Zytglogge wurden 1610 hinzugefügt, achtzig Jahre nach Kaspar Brunners Uhrwerk. Die Bären tragen Berns Farben (Rot und Schwarz) und tanzen stündlich im Kreis -- Symbol der Stadtmacht und Hommage an die Gründungslegende. Bären sind überall in Bern: auf dem Kantonswappen, auf Brunnen, als Schokoladenbären in Geschäften und im BärenPark -- einem 6000-m2-Park von 2009, wo echte Bären am Aareufer frei umherstreifen.

Das Geheimnis des Kindlifressers

Ein Kind folgt Hinweisen von Brunnen zu Brunnen durch Berns Altstadt und besucht alle 11 historischen Werke von Hans Gieng. Jeder Brunnen flüstert ein Fragment der wahren Identität des Kindlifressers. Am Ende der Spur entdeckt das Kind, dass der furchterregende 'Oger' in Wahrheit schon immer ein Beschützer war.

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Der Kindlifresserbrunnen am Kornhausplatz wurde 1545-1546 vom Bildhauer Hans Gieng geschaffen. Er zeigt einen sitzenden Oger, der ein nacktes Kind verschlingt, mit weiteren Kindern in einem Sack. Seine wahre Bedeutung ist eines der grossen Rätsel Berns -- Theorien reichen vom Titanen Kronos über eine Schreckfigur bis zur politischen Allegorie. Bern hat über 100 öffentliche Brunnen, darunter 11 historische von Hans Gieng aus den 1540er-Jahren.

Schwimmen mit der Aare

Ein ängstliches Kind wagt sein erstes Aareschwimmen, begleitet von einem freundlichen Otter, der jede Strömung kennt. Gemeinsam treiben sie an den Bären im BärenPark vorbei, unter den alten Brücken hindurch und am Bundeshaus entlang -- und entdecken, dass der Fluss, der Bern einst zur Festung machte, heute ein Spielplatz ist.

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Die Aare fällt unterhalb der Berner Altstadt rund 30 Meter in steilen Klippen ab und umschliesst die Stadt wie ein Schutzgürtel. Aareschwimmen/Aarebötle ist eine beliebte Sommertradition -- Einheimische treiben in Schlauchbooten den türkisfarbenen Fluss hinunter. Der BärenPark, am 22. Oktober 2009 eröffnet, ist ein 6000-m2-Flusspark, in dem Bären frei umherstreifen. Das Bundeshaus von 1902 beherbergt das Schweizer Parlament am hohen Aareufer.

Die 500 Stufen des Münsters

Ein Kind steigt die 344 Stufen des Berner-Münster-Turms hinauf, und auf jedem Absatz erwacht ein anderes Jahrhundert der Berner Geschichte zum Leben -- vom ersten Stein 1421 bis zur Turmvollendung 1893. Oben winken die 234 Figuren des Jüngsten Gerichts zum Abschied, während das ganze Panorama der Berner Alpen sich entfaltet.

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Das Berner Münster ist die grösste spätmittelalterliche Kirche der Schweiz und mit 100,6 Metern die höchste Kathedrale. Der Bau begann 1421 unter Matthäus Ensinger aus Strassburg und wurde erst 1893 vollendet -- fast 500 Jahre später. 344 Stufen führen zur Aussicht. Das Hauptportal zeigt das Jüngste Gericht mit 234 Figuren aus allen Gesellschaftsschichten von Erhard Küng -- eines der wichtigsten spätgotischen Skulpturenprogramme Europas.

Der verlorene Bär von 1513

Ein Bär, der 1513 in der Schlacht von Novara erbeutet wurde, entkommt seinen Wärtern auf dem Weg nach Bern. Ein Kind muss den entlaufenen Bären quer durch das mittelalterliche Bern finden -- durch die Lauben, am Zytglogge vorbei, über die Aarebrücken -- bevor Bartholomäus Mays grosse Prozession am Stadttor beginnt.

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1513 erbeuteten Schweizer Söldner nach der Schlacht von Novara in Norditalien einen lebenden Bären. Bartholomäus May, Berns bedeutendster Bürger, führte den Bären feierlich in die Stadt. 1515 öffnete der erste Bärengraben am heutigen Bärenplatz. Der Bär wurde zum lebenden Sinnbild des Stadtnamens und Wappens. Seither werden in Bern ununterbrochen Bären gehalten -- seit 2009 im modernen BärenPark.

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