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Basel

Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Basel spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.

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Historische Geschichten aus Basel

Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Basel — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle

Der Spiegel des Basilisken

Nach dem verheerenden Erdbeben von 1356 taucht ein Basilisk aus den Ruinen auf und verbreitet mit seinem tödlichen Blick Schrecken im mittelalterlichen Basel. Ein mutiges Kind muss in der zerstörten Stadt einen Spiegel finden, um dem Wesen sein eigenes Spiegelbild zu zeigen -- der einzige Weg, seine Macht zu brechen.

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Der Basilisk -- ein Wesen mit Hahnenkopf und -klauen, Drachenkörper und Schlangenschwanz -- ist Basels Wappentier und Schutzsymbol. Der Legende nach konnte ein Basilisk mit einem einzigen Blick töten; besiegen konnte man ihn nur mit seinem eigenen Spiegelbild. Am 18. Oktober 1356 traf ein verheerendes Erdbeben Basel -- das schwerste seismische Ereignis in der mitteleuropäischen Geschichte. 1884 entwarf Wilhelm Bubeck den Basiliskenbrunnen, 50 Mal gefertigt und überall in der Stadt aufgestellt.

Morgenstreich-Zauber

Um 4 Uhr morgens am Fasnachtsmontag gehen die Lichter aus, und die Laterne eines Kindes beginnt von selbst zu leuchten. Die verzauberte Laterne führt es durch 500 Jahre Fasnachtsgeschichte in einer magischen Nacht -- vom ersten fackelbeleuchteten Morgenstreich 1835 bis zum modernen Cortege mit 11000 Kostümierten.

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Die Basler Fasnacht ist das grösste Fasnachtsfest der Schweiz und die grösste protestantische Fasnacht der Welt, seit 2017 UNESCO-Weltkulturerbe. Um Punkt 4 Uhr morgens am Montag werden alle Strassenlichter gelöscht und die Stadt versinkt in Dunkelheit. Einziges Licht sind die Laternen der Cliquen, die mit Piccolo und Basler Trommel marschieren. Der erste offizielle Morgenstreich fand 1835 mit Fackeln statt; Stangenlaternen kamen 1845.

Die Reise des Wickelfischs

Der Wickelfisch eines Kindes fällt in den Rhein und treibt flussabwärts. Auf der Jagd per Fähre und Brücke entdeckt das Kind die Geschichten jeder Überquerung -- es trifft den Wilde Maa, den Leu und den Vogel Gryff und lernt, warum Basels zwei Hälften den Fluss zwischen sich brauchen.

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Rheinschwimmen ist eine geliebte Basler Sommertradition. Schon im 15. Jahrhundert schwammen Nonnen des Klingentalklosters im Rhein. Das jährliche Basler Rheinschwimmen findet seit 1980 statt mit bis zu 4000 Schwimmern im August. Schwimmer tragen ihre Sachen im ikonischen Wickelfisch -- einem wasserdichten, fischförmigen Beutel aus Basel. Vier traditionelle Fähren queren den Rhein: Wild Maa, Leu, Vogel Gryff und Üli, alle nur von der Strömung angetrieben.

Erasmus und das verlorene Manuskript

Ein Blatt entweicht aus Frobens Druckerpresse und weht durch Basels Strassen. Ein Kind und der alte Gelehrte Erasmus müssen es am Münster, Rathaus und der Universität vorbei jagen, bevor die Tinte für immer verblasst -- ein Wettlauf durch die Stadt, die mit Büchern die Welt veränderte.

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Der grosse Humanist Erasmus von Rotterdam kam 1514 nach Basel, um seine Werke bei Johann Froben drucken zu lassen. 1516 veröffentlichte Froben Erasmus' bahnbrechendes Novum Testamentum -- das griechische Neue Testament, das Martin Luther für seine deutsche Bibelübersetzung nutzte. Froben beschäftigte Hans Holbein den Jüngeren als Illustrator und betrieb bis zu sieben Pressen. Erasmus starb 1536 in Basel und wurde trotz katholischen Glaubens im reformierten Münster begraben.

Der Prozess des Hahns

Basel, 1474: Ein Hahn wird beschuldigt, ein Basiliskenei gelegt zu haben, und soll hingerichtet werden. Ein Kind freundet sich mit dem verurteilten Vogel an und muss seine Unschuld vor dem Stadtrat im Rathaus beweisen -- zwischen mittelalterlichem Aberglauben, Gerichtsdrama und der feinen Linie zwischen Legende und Wahrheit.

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1474 wurde ein Hahn in Basel zum Tode verurteilt und öffentlich verbrannt, weil er angeblich ein Ei gelegt hatte -- die Bürger fürchteten, daraus könne ein Basilisk schlüpfen. Der Basilisk, Basels Wappentier, konnte angeblich mit einem einzigen Blick töten. Der Name 'Basel' und 'Basilisk' teilen die griechische Wurzel 'basileus' (König). Dieses bizarre historische Ereignis spiegelt den mittelalterlichen Aberglauben.

Eulers unmögliches Problem

Der junge Leonhard Euler entdeckt, dass die Brücken Basels ein mathematisches Geheimnis bergen. Ein Kind folgt seinen Kreidegleichungen über die Mittlere Brücke, durch Kleinbasel und zurück -- und löst ein unmögliches Rätsel, das beweist: Mathematik steckt in jedem Stein und jedem Fluss der Stadt.

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Leonhard Euler (1707-1783), geboren in Basel und an der Universität Basel unter Johann Bernoulli ausgebildet, war einer der produktivsten Mathematiker der Geschichte mit über 800 Forschungsarbeiten. Er führte die Symbole e, Pi und die Summennotation ein. Die Universität Basel, 1460 gegründet, ist die älteste Universität der Schweiz. Die Mittlere Brücke von 1226 ist eine der ältesten Rheinüberquerungen.

Die roten Steine erinnern sich

Ein Kind berührt den roten Sandstein des Münsters und wird in den 18. Oktober 1356 zurückgezogen. Es muss dem Erdbeben entkommen -- den Feuerstürmen, den einstürzenden Türmen -- und den Baslern helfen, ihre Kathedrale wieder aufzubauen, Stein für Stein, von Trümmern zum Wahrzeichen von heute.

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Das Basler Münster ist aus markant rotem Buntsandstein gebaut mit bunt gemustertem Ziegeldach. Das Original wurde 1019 unter Kaiser Heinrich II. geweiht. Am 18. Oktober 1356 traf das schwerste Erdbeben der mitteleuropäischen Geschichte Basel und zerstörte alle Kirchen und Türme. Das Münster verlor fünf Türme. Der heutige Bau vereint Romanik und Gotik. Die zwei asymmetrischen Türme -- Georgsturm und Martinsturm -- prägen Basels Silhouette.

Der Tanz des Vogel Gryff

Die drei legendären Figuren Kleinbasels -- Wilder Mann, Greif und Löwe -- erwachen auf den Fährbooten zum Leben, haben aber ihre Tanzschritte vergessen. Ein Kind muss jedem helfen, sich zu erinnern, bevor das Fest beginnt -- hin und her über die Mittlere Brücke, den Rücken stets Grossbasel zugewandt.

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Das Vogel-Gryff-Fest ist Kleinbasels stolzeste Tradition, verwurzelt im 14. Jahrhundert und ununterbrochen seit dem 16. Jahrhundert gefeiert. Drei legendäre Figuren -- der Wilde Maa, der Vogel Gryff und der Leu -- vertreten Kleinbasels drei historische Zünfte. Die Figuren tanzen auf der Mittleren Brücke und kehren dabei Grossbasel demonstrativ den Rücken zu -- ein spielerischer Ausdruck der jahrhundertealten Rivalität.

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