Zum Inhalt springen

Einsiedeln

Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Einsiedeln spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.

Du wählst das Thema selbst

Ein fantastisches Abenteuer, ein Geburtstagsgeschenk, Mut beim Zahnarzt, Freundschaft im ersten Schuljahr — oder eines von über 170 Themen aus unserer Bibliothek. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle dein Thema im Assistenten, wir lassen die Geschichte in Einsiedeln spielen.

Oder werde Teil der Geschichte von Einsiedeln

Unten findest du die historischen Geschichten von Einsiedeln — von alten Sagen bis zu berühmten Ereignissen. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle eine als Vorlage, dein Kind übernimmt darin eine Rolle.

Historische Geschichten aus Einsiedeln

Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Einsiedeln — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle

Die zwei Raben des heiligen Meinrad

Ein Kind freundet sich im Finstern Wald bei Einsiedeln mit zwei Raben an, ohne zu wissen, dass sie von den legendären Begleitern des heiligen Meinrad abstammen. Als dem alten Einsiedler Gefahr droht, führen die Raben das Kind auf einer verwegenen Verfolgungsjagd bis nach Zürich, um die Räuber vor Gericht zu bringen -- ein Beweis, dass Treue Jahrhunderte überdauern kann.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Meinrad von Einsiedeln (um 797-861), ausgebildet an der Klosterschule auf der Reichenau, gründete 828 eine Einsiedelei im dichten 'Finstern Wald' am Ort des heutigen Einsiedeln. Er lebte dort über 25 Jahre, begleitet von zwei zahmen Raben, die er von Hand fütterte. Am 21. Januar 861 ermordeten ihn zwei Räuber namens Richard und Peter. Der Legende nach verfolgten Meinrads zwei treue Raben die Mörder bis nach Zürich, wo sie sie mit Gekreisch und Angriffen belästigten, bis die Bürger die Verbrecher fassten, die zum Feuertod verurteilt wurden. Die zwei Raben wurden zum Symbol Einsiedelns und erscheinen im Wappen der Abtei und der Gemeinde.

Die Nacht, als Christus nach Einsiedeln kam

Ein junger Novize schleicht sich am Vorabend der Weihe 948 in die Kapelle und wird Zeuge der wundersamen Engelweihe -- Christus, Maria und Engel erscheinen in goldenem Licht. Hinter einer Säule zitternd, sieht das Kind, wie Bischof Konrad auf die Knie fällt, während eine göttliche Stimme die Kapelle erfüllt, und muss entscheiden, ob es erzählen soll, was es gesehen hat.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Am 14. September 948 reiste Bischof Konrad von Konstanz nach Einsiedeln, um die neu erbaute Kapelle zu weihen. Der Legende nach erlebte der Bischof bei der Vorbereitung eine wundersame Vision: Christus selbst stieg herab, begleitet von der Jungfrau Maria, Engeln unter Führung des Erzengels Michael, den Aposteln und Heiligen wie Petrus und Gregor dem Grossen. Eine Stimme rief: 'Halt ein, Bruder! Die Kapelle ist bereits von Gott selbst geweiht worden.' Diese 'Engelweihe' wurde 964 durch eine päpstliche Bulle bestätigt und wurde zum Grundpfeiler von Einsiedelns Identität als Wallfahrtsort. Die Engelweihe wird jedes Jahr am 14. September mit einer eindrucksvollen Illumination von Kirche und Kloster gefeiert.

Die Madonna, die dunkel wurde

Die Schwarze Madonna erzählt ihre eigene Geschichte über die Jahrhunderte: das Schnitzen aus Lindenholz, das langsame Dunklerwerden durch Jahrhunderte von Kerzenruss und geflüstertem Gebet, die angstvolle Nacht, in der sie vor Napoleons Soldaten unter der Erde vergraben wurde, und den Moment, als ein Maler ihr das dunkle Antlitz gab, das die Welt heute kennt. Durch ihre Augen lernt ein Kind, dass Verwandlung eine Form der Gnade sein kann.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Die Schwarze Madonna von Einsiedeln ist eine spätgotische Figur aus Lindenholz, 117 cm hoch, geschaffen zwischen 1440 und 1465. Die Statü kam im Sommer 1466 in die Gnadenkapelle und ersetzte ein früheres Gnadenbild, das beim Klosterbrand vom 21. April 1465 zerstört wurde. Gesicht und Hände waren ursprünglich in natürlichen Hauttönen bemalt, doch verdunkelten sich über Jahrhunderte durch den Russ von Kerzen und Öllampen. 1799 versteckten die Mönche die Madonna während der französischen Invasion -- zürst im Alptal, dann unterirdisch vergraben am Haggenegg-Pass, bevor sie nach Vorarlberg geschmuggelt wurde. Die Feuchtigkeit des Vergrabens beschädigte das Holz. Bei der Restaurierung im Herbst 1799 malte Johann Adam Fütscher die Haut vollständig schwarz -- das Aussehen, das seither beibehalten wird. Die Madonna trägt eines von 27 prächtigen Gewändern, die nach dem liturgischen Kalender gewechselt werden.

Paracelsus und die Teufelbrücke

Der junge Theophrastus, Sohn der Verwalterin des Klosterspitals, entdeckt einen geheimnisvollen Kräutergarten jenseits der Teufelbrücke in Einsiedeln. Als ein kranker Pilger in höchster Not im Kloster eintrifft, muss der Junge die Lektion seines Vaters beherzigen -- dass die Dosis das Gift macht -- um rechtzeitig das richtige Heilmittel zu finden.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Theophrastus Bombastus von Hohenheim, bekannt als Paracelsus, wurde am 10. November 1493 in Einsiedeln geboren -- in einem Haus neben der Teufelbrücke über die Sihl. Sein Vater Wilhelm von Hohenheim war Arzt und Botaniker; seine Mutter Elsa Ochsner stammte aus Einsiedeln und war eine Leibeigene des Klosters, die als Verwalterin im Klosterspital arbeitete. Nach dem frühen Tod der Mutter zog die Familie um 1502 nach Villach (Kärnten). Paracelsus gilt als Vater der Toxikologie mit dem berühmten Ausspruch: 'Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.' Er war Pionier der Chemie in der Medizin, prägte das Wort 'Alkohol' und benannte das Element Zink.

Die versunkenen Höfe des Sihlsees

Ein Kind entdeckt, dass sein Lieblingsbadegewäser 107 Bauernhöfe unter der Oberfläche verbirgt. Ein magischer Tauchgang enthüllt das alte Dorf mit Steinmauern und Holzscheunen, die noch immer auf dem Seegrund stehen. Der Geist Göthes erscheint und erklärt, wie er 1797 hier von einem grossen See träumte -- und das Kind muss den Erinnerungen der umgesiedelten Bauern zum Frieden verhelfen.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Der Sihlsee ist ein künstlicher See, der 1937 durch Aufstauung der Sihl entstand -- der flächenmässig grösste Stausee der Schweiz (10,72 km2). Die maximale Länge beträgt 8,5 km, die Breite 2,5 km; die Betonmauer ist 33 Meter hoch und 124 Meter lang. Der Bau erforderte die Umsiedlung von 1762 Bewohnern und überflutete 107 Bauernhöfe. Die Idee eines Stausees wurde erstmals von Johann Wolfgang von Göthe bei einem Besuch 1797 vorgeschlagen, doch dauerte es fast 140 Jahre bis zur Verwirklichung. Der See speist das Etzelwerk in Altendorf am Zürichsee; das Wasser fällt 483 Meter durch einen Stollen vom Sihlsee (889 m) zum Zürichsee (406 m). Heute ist der Sihlsee ein beliebtes Erholungsgebiet mit Segeln und Schiffsrundfahrten auf der MS Angelika.

Die Raben im Wappen

Zwei in das Abteiportal geschnitzte Raben erwachen um Mitternacht zum Leben und erzählen einander die Geschichte ihrer Vorfahren, Meinrads treuen Begleitern, die in Zürich für Gerechtigkeit sorgten. Mit jedem Glockenschlag enthüllen sie ein weiteres Kapitel der tausendjährigen Klostergeschichte -- von Eberhards Gründung der Benediktinergemeinschaft 934 bis zu den 800 000 Pilgern, die heute kommen.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Die zwei Raben wurden zum Symbol Einsiedelns: Sie erscheinen im Wappen der Abtei (zwei schwarze Raben auf goldenem Grund) und der Gemeinde (zwei Raben auf rotem Grund) und sind im ganzen Kloster abgebildet -- auch zu beiden Seiten der Kanzel. Nach Meinrads Tod 861 war seine Einsiedelei 80 Jahre lang nie ohne mindestens einen Eremiten. 934 gründete Eberhard, ehemals Propst von Strassburg, zusammen mit Benno ein Benediktinerkloster nach der Regel des heiligen Benedikt. Die Abtei wurde zu einem der wichtigsten Benediktinerklöster im Heiligen Römischen Reich und zur grössten Wallfahrtsstätte der Schweiz mit etwa 800 000 Besuchern jährlich.

Das Vorsprechen fürs Welttheater

Ein schuchternes Kind aus Einsiedeln wird für das Dorf-Welttheater besetzt und muss den Mut finden, auf dem grossen Klosterplatz aufzutreten -- dem zweitgrössten Kirchenvorplatz Europas nach dem Petersplatz in Rom. Hinter der Bühne gibt der Geist Calderons selbst einen Rat: Im grossen Theater der Welt zählt jede Rolle, egal wie klein.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Pedro Calderon de la Barca (1600-1681), der spanische Barockdramatiker, schrieb in den 1630er Jahren 'El gran teatro del mundo' -- ein allegorisches Mysterienspiel, in dem Gott den Menschen Rollen zuweist. 1917 entdeckte ein lokaler Wissenschaftler, dass der Klosterplatz eine aussergewöhnliche Akustik für Freilichttheater besitzt. 1924 fand die erste Aufführung auf dem Klosterplatz statt und begründete eine inzwischen 100-jährige Tradition. Etwa 500 Personen wirken mit: rund 250 Laienschauspieler aus dem Dorf und 250 Helfer hinter den Kulissen -- ein generationenübergreifendes Gemeinschaftsprojekt. Seit 2000 interpretieren zeitgenössische Schweizer Autoren das Stück neu: Thomas Hürlimann für 2000 und 2007, Lukas Bärfuss für 2024. Der Klosterplatz gilt als zweitgrösster Kirchenvorplatz Europas nach dem Petersplatz in Rom.

Zwinglis geheimer Zweifel

Wir schreiben das Jahr 1517, und ein junger Ministrant bemerkt, dass der neue Priester Zwingli ein verstecktes Notizbuch voller Fragen über Wallfahrten und Ablass führt. Gemeinsam erkunden sie, was es bedeutet, Traditionen zu hinterfragen, während man in der heiligsten Wallfahrtskirche der Schweiz steht -- und entdecken, dass Zweifel der Anfang von Veränderung sein kann.

Historischer HintergrundDiese Geschichte erstellen

Bevor er zum grossen Reformator am Zürcher Grossmünster wurde, wirkte Huldrych Zwingli (1484-1531) von 1516 bis 1518 als Leutpriester in Einsiedeln. Seine Hauptaufgabe war die Predigt an diesem bedeutenden Wallfahrtsort. In Einsiedeln studierte Zwingli die Heilige Schrift, kopierte die Paulusbriefe und brachte sich selbst Hebräisch bei. Er begann bereits in Einsiedeln, gegen Wallfahrten, Ablass und Aspekte des alten Glaubens zu predigen -- und säete damit die Saat der Schweizer Reformation. Ende 1518 wurde er als Leutpriester ans Zürcher Grossmünster berufen, wo die Reformation offiziell beginnen sollte.

So funktioniert's

1

Foto hochladen

Dein Kind wird zum illustrierten Helden der Geschichte.

2

Geschichte wählen

Wähle aus lokalen Geschichten oder 170+ weiteren Themen.

3

Buch erhalten

Eine personalisierte illustrierte Geschichte in wenigen Minuten.

Erstelle deine Schweizer Geschichte

Dein Kind als Hauptfigur in einer Geschichte, die genau hier spielt.

Schweizer Geschichten benötigen ein kostenloses Konto. Probegeschichten nutzen andere Themen.