Frauenfeld
Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Frauenfeld spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.
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Historische Geschichten aus Frauenfeld
Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Frauenfeld — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle
Die Frau auf dem Feld
Ein Kind entdeckt eine geheimnisvolle Frau, die eine Wiese neben der Burg pflegt. Sie gibt sich als Schutzgeist des «Feldes unserer Frau» zu erkennen und erzählt die uralte Geschichte, wie Frauenfeld zu seinem Namen kam — dabei erwacht das Stadtwappen zum Leben: der aufsteigende Löwe, die Kette und die Frau mit dem Kopftuch treten aus dem Schild heraus.
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Der Name Frauenfeld bedeutet wörtlich «Feld der Frau» — die «Frau» bezieht sich auf die Jungfrau Maria, Schutzpatronin des Klosters Reichenau, dem das Land gehörte, auf dem die Stadt um 1230–1240 gegründet wurde. Die Grafen von Kyburg errichteten den befestigten Schlossturm um 1230, und die erste urkundliche Erwähnung stammt von 1246.
Der verlorene Schlüssel des Landvogts
Ein Landvogt aus einem der sieben regierenden Kantone verliert 1650 den Schlüssel zum Schloss Frauenfeld. Ein findiges Kind muss Rätsel lösen, die in den spätbarocken Gassen der Altstadt versteckt sind, bevor der nächste Landvogt eintrifft. Jedes Rätsel enthüllt ein Stück Thurgauer Geschichte.
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Nachdem die Alte Eidgenossenschaft Thurgau 1460 den Habsburgern entrissen hatte, wurde es eine Gemeine Herrschaft — ein von sieben Kantonen gemeinsam verwaltetes Untertanengebiet. Der Landvogt wechselte alle zwei Jahre. Diese Ordnung bestand über 300 Jahre bis 1798.
Die Nacht, in der die Mönche flohen
Während des Ittinger Sturms von 1524 muss ein junger Novize der Kartause Ittingen das kostbarste Buch des Klosters vor einem wütenden Mob von 3000 Menschen retten. Durch geheime Gänge flieht er, während das Kloster um ihn herum brennt, in Richtung Schloss Frauenfeld.
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Am 18. Juli 1524 stürmten rund 3000 aufgebrachte Bürger die Kartause Ittingen bei Frauenfeld. Zwei Tage lang wurde geplündert, Bilder und Bücher zerstört und die Anlage in Brand gesetzt. Der Prior und fast alle Mönche flohen. Drei Rädelsführer wurden in Baden zum Tode verurteilt.
Die Tagsatzung kommt in die Stadt
Nach dem Villmergerkrieg von 1712 wird Frauenfeld plötzlich zur wichtigsten Stadt der Schweiz — hier tagt die Tagsatzung. Ein Bäckerskind muss Essen für Abgesandte aller 13 Kantone zubereiten, jeder mit unmöglichen Wünschen. Im Chaos von Diplomatie und Küche lernt das Kind, was es heisst, ein Land am Tisch zusammenzuhalten.
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Die Tagsatzung war die Versammlung aller Schweizer Kantone — das Pendant zum Nationalparlament vor 1848. Nach dem Zweiten Villmergerkrieg 1712 fiel Baden in Ungnade. 1742 wurde Frauenfeld zum festen Sitz bestimmt. Das Rathaus wurde 1791–1793 mit dem Tagsatzungssaal errichtet.
Julius Maggis Zaubersuppe
Der junge Julius experimentiert in der Mühle seines Vaters, um eine Suppe zu erfinden, die alle satt macht. Die Zutaten werden lebendig und müssen überzeugt werden zusammenzuarbeiten, während ein zauberhafter Kochlöffel Aromen aus aller Welt enthüllt. Eine Geschichte über Neugier und Erfindungsgeist.
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Julius Maggi wurde am 9. Oktober 1846 in Frauenfeld geboren. Er gründete das Unternehmen Maggi, erfand 1886 die weltweit erste Instantsuppe und schuf die berühmte Maggi-Würze. 1947 fusionierte das Unternehmen mit Nestlé.
Der Apfelzug von Mostindien
Ein Kind fährt mit der Schmalspurbahn Frauenfeld–Wil durch Obstgärten, in denen die Apfelbäume Geschichten flüstern. Jede Haltestelle im Murgtal enthüllt ein anderes Kapitel der Thurgauer Geschichte — von mittelalterlichen Mühlen bis zum Reich des Süssmosts.
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Thurgau trägt den Spitznamen «Mostindien» — ein Wortspiel aus «Most» und «Ostindien». Der Kanton produziert rund ein Drittel der Schweizer Tafeläpfel und fast die Hälfte aller Mostäpfel. Die Frauenfeld-Wil-Bahn ist eine 17 km lange Schmalspurbahn, eröffnet am 23. November 1887.
Das Nobelpreis-Gehirn
Der junge Walter Rudolf Hess erkundet eine fantastische Version des Gehirns als riesige unterirdische Stadt unter Frauenfeld. Verschiedene Viertel — der Hypothalamus, der Kortex — steuern verschiedene Körperfunktionen, doch sie sind in Unordnung geraten. Walter muss die Harmonie wiederherstellen.
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Walter Rudolf Hess wurde am 17. März 1881 in Frauenfeld geboren. Er erhielt 1949 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung, wie der Hypothalamus die Funktionen der inneren Organe koordiniert.
Das Kostümrätsel der Bechtelisnacht
Während der Bechtelisnacht entdeckt ein Kind, dass eine der kostümierten Gestalten ein echter mittelalterlicher Bürger von 1430 ist — durch einen Riss in der Zeit aus der Taverne «Zum wilden Mann» entkommen. Gemeinsam müssen sie ihn vor dem Morgengrauen in sein Jahrhundert zurückbringen.
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Der Bechtelistag ist Frauenfelds einzigartiges Fest am dritten Montag im Januar, zurückreichend bis ins 13. Jahrhundert. 1430 schufen Handwerker die Vereinigung «Zum wilden Mann». Seit 1811 folgt das Festmahl einem festen Menü: Salzisse, Brot und Wein. Die Bechtelisnacht ist als lebendige Tradition der Schweiz anerkannt.
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