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Herisau

Dein Kind wird zum Helden einer Geschichte, die in Herisau spielt — an echten Wahrzeichen der Stadt, in den vertrauten Gassen, vor den Gebäuden, die es aus dem Alltag kennt.

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Ein fantastisches Abenteuer, ein Geburtstagsgeschenk, Mut beim Zahnarzt, Freundschaft im ersten Schuljahr — oder eines von über 170 Themen aus unserer Bibliothek. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle dein Thema im Assistenten, wir lassen die Geschichte in Herisau spielen.

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Unten findest du die historischen Geschichten von Herisau — von alten Sagen bis zu berühmten Ereignissen. Erstelle ein kostenloses Konto, wähle eine als Vorlage, dein Kind übernimmt darin eine Rolle.

Historische Geschichten aus Herisau

Echte Geschichten aus der Vergangenheit von Herisau — wähle eine und dein Kind übernimmt eine Rolle

Der Tintenklecks, der lebendig wurde

Ein Kind, das das alte Spital von Herisau besucht, entdeckt eine von Rorschachs Originalkarten. Der Tintenklecks verwandelt sich in ein Wesen, das zeigt, was man fühlt — und das Kind muss herausfinden, was der Klecks in ihm sieht.

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Hermann Rorschach (1884–1922) wurde Ende 1915 stellvertretender Direktor der Heilanstalt Herisau. Ab 1918 zeigte er 288 Patienten und 117 Kontrollpersonen Tintenklecks-Karten. 1921 veröffentlichte er Psychodiagnostik. Er starb am 2. April 1922 in Herisau im Alter von nur 37 Jahren.

Der Schriftsteller im Schnee

Am Weihnachtstag folgt ein Kind Fussspuren im Schnee durch Herisau und trifft den Geist von Robert Walser, der es auf einen letzten Spaziergang mitnimmt — an der psychiatrischen Klinik vorbei, durch den Wald, zu den Orten seiner Geschichten. Jeder Halt enthüllt eine winzige, schöne Beobachtung.

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Robert Walser (1878–1956), bewundert von Kafka und Hesse, wurde 1933 in die psychiatrische Klinik Herisau verlegt, wo er 23 Jahre verbrachte, ohne zu schreiben. Am Weihnachtstag 1956 fanden Kinder seinen Leichnam im Schnee auf der Wachtenegg. Der Robert-Walser-Pfad (1986) ist der erste Literaturweg der Schweiz.

Die Brücke, die nicht brennen wollte

Ein Kind reist zurück ins Jahr 1799, als französische Soldaten die grosse Grubenmann-Brücke in Schaffhausen anzünden. In den Flammen erscheint der Geist von Johannes Grubenmann und lehrt das Kind, neu zu bauen: Bogen, Fachwerk und den Mut, Unmögliches zu überspannen.

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Die Familie Grubenmann aus Teufen (6 km von Herisau) waren berühmte Baumeister des 18. Jahrhunderts. Hans Ulrich baute die Rheinbrücke in Schaffhausen (1755, Spannweiten von 52 und 59 m). Johannes baute die Reichenauer Brücke (1757, 67 m Spannweite). Beide Brücken wurden 1799 von französischen Truppen verbrannt. Johannes setzte 1741 auch den achteckigen Turm auf die Reformierte Kirche Herisau.

Die Landsgemeinde, die nicht enden wollte

Ein Kind reist in die letzte Landsgemeinde von 1997 in Hundwil und entdeckt, dass eine Stimme fehlt. Es muss zurück durch die Jahrhunderte reisen — 1597, 1518, 1403 — um den verlorenen Wähler zu finden und den letzten demokratischen Akt unter freiem Himmel zu vollenden.

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Die letzte Ausserrhoder Landsgemeinde fand am 27. April 1997 in Hundwil statt. Am 28. September 1997 wurde die Tradition mit 11 623 zu 9911 Stimmen abgeschafft. Schlüsselmomente: 1403 Appenzeller Kriege, 1517–1518 Loskauf vom Kloster St. Gallen, 1597 Landteilung in katholisches Innerrhoden und protestantisches Ausserrhoden.

Das Kissen des Riesen

Ein Kind entdeckt beim Wandern nahe dem Säntis einen riesigen Fussabdruck im Gras der Meglisalp. Der Legende folgend trifft es den schlafenden Riesen Sämtis, der um eine letzte Gute-Nacht-Geschichte bittet, bevor er für immer zum Berg wird.

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Der Legende nach ist der Säntis (2502 m) nach einem Riesen namens Sämtis benannt: Das Schwendibachtal war sein Bett, die Meglisalp sein Kissen, und wo er sich mit den Ellbogen aufstützte, entstand der Seealpsee. In den Wildkirchli-Höhlen (ca. 1500 m) lebten bis 1853 Eremiten; dort fand man Neandertaler-Werkzeuge aus der Zeit um 40 000 v. Chr.

Der Bloch, der davonrollte

Am Blochmontag um 4:30 Uhr früh reisst sich der grosse Baumstamm los und rollt allein durch die dunklen Gassen von Herisau. Ein Kind jagt ihm nach, an der Reformierten Kirche vorbei, hinunter zur Glatt — und entdeckt, dass der Bloch zurück in den Wald will, in dem er gewachsen ist.

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Der Herisauer Bloch findet am Montag nach Aschermittwoch statt. Männer in Appenzeller Tracht ziehen ab 4:30 Uhr einen riesigen Baumstamm durch die Strassen. Am Abend wird der Stamm auf dem Dorfplatz versteigert; Gegenstände daraus sollen Glück bringen. Die Bloch-Tradition existiert nur noch im Appenzeller Hinterland.

Der Sennenstreifen-Maler

Bartholomäus Lämmlers panoramisches Gemälde eines Alpaufzugs wird lebendig. Ein Kind tritt in die lange, schmale Welt des Sennenstreifens und muss einer gemalten Kuh helfen, die Alp zu erreichen, bevor die Farbe trocknet und das Bild für immer erstarrt.

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Bartholomäus Lämmler (1809–1865), geboren in Herisau, schuf als Erster Sennenstreifen — lange, schmale Panoramabilder von Alpaufzügen. Er gilt als einer der wichtigsten frühen Vertreter der Appenzeller Bauernmalerei. Weitere Traditionen: Streichmusik mit Hackbrett, der wortlose Zäürli-Jodel und das Talerschwingen.

Die Wüeschte und die Schöne

Am Alten Silvester (13. Januar) schliesst sich ein schüchternes Kind dem Silvesterchlausen-Umzug in einer Hässlich-Maske (Wüeschte) an — und entdeckt, dass beim Zäürli die Masken tauschen: Die Hässlichen werden schön und die Schönen hässlich. Das Kind muss sich zurücksingen, bevor die letzte Schelle verklingt.

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Silvesterchlausen wird am 31. Dezember und am 13. Januar (Alter Silvester) gefeiert. Gruppen in aufwendigen Masken läuten riesige Schellen und singen den Zäürli. Es gibt drei Typen: Schöne, Schö-Wüeschte und Wüeschte. Die Tradition ist seit 1663 belegt und Teil des immateriellen Kulturerbes der Schweiz.

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